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SPD setzt sich für die “Kleinsten” ein – Suche nach Lösung für Spielplatzproblem am Pestalozziweg

Nachdem im Jahr 2011 die Grundschule auf dem Dorfe eine neue Zaunanlage erhalten hat und dadurch der “Schülerstrom” zwischen Busbahnhof und weiterführenden Schulen nicht mehr quer über das Schulgelände laufen kann, sind neue Probleme für die Kleinsten der Kleinen entstanden. Viele der Schüler verwenden nun Abkürzungen durch die Grünanlagen und verschmutzen dabei unter anderem den Spielplatz vor der Grundschule. Obwohl es sich nur um wenige Meter Abkürzung handelt, werden die matschigen Trampelpfade dem guten Fußweg vorgezogen und Müll gedankenlos entsorgt.

Für die kleinen Besucher des Spielplatzes ist nun der Sandkasten Begegnungsstätte mit großen durchlaufenden Schülergruppen. Der Spielwert des Platzes ist vor allem zu den Stoßzeiten nicht mehr gegeben. Der sonst rege genutzete Platz in Nähe zu Wohngebieten wird gemieden.

Nun wurde auf unser Anfragen hin eine Lösung gesucht. Der erste Versuch nach einem Ortstermin mit Hilfe einer Einfriedung mit Holzpfälen/Maschendraht ist kläglich gescheitert. Die Schülerströme haben den leichten Zaun des Bauhofs einfach niedergetrampelt.

Das Thema wurde im Bauauschuss weiter angegangen, zumal die meisten Spielplätze über irgendeine Form der Einfriedung verfügen. Eine stabile, leider somit auch kostenintensivere Lösung tut Not.

Anfang 2013 soll diese Lösung gefunden werden. Die Verwaltung prüft dafür bereits Bauformen einer Zaunanlage. Wir, die SPD in Halver, haben hierzu Vorschläge gemacht und bleiben an der Sache dran.

Martin Kastner

Bericht aus dem Westen

HALVER

Stabiler Zaun braucht Zeit und Geld

14.11.2012 | 16:21 Uhr

 

Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, will sich bei einem Ortsterm,in ein Bild zur gewünschten Einfriedung machenFoto: Kai Pottgießer

Halver. Mit der Einfriedung des Spielplatzes Auf dem Dorfe beschäftigten sich die Mitglieder des Bauausschusses am Dienstag auf Anregung von Martin Kastner (SPD). Ein vor drei Wochen in Höhe der „Forscherwerkstatt“ errichteter Maschendrahtzaun war quasi gleich nach dem Aufbau wieder niedergerissen worden. Eine stabile, sprich dauerhafte Lösung sei unumgänglich – darüber herrschte im Ausschuss grundsätzlich Einigkeit.

„Der aktuelle Zaun war im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt“, meinte Kastner und regte an, den Spielplatz großzügig U- oder T-förmig einzufrieden. Gerade einmal einen Tag hatte der Maschendrahtzaun gehalten, den der Baubetriebshof im Auftrag des Bürgermeisters errichtet hatte, nachdem sich Anwohner mehrfach beschwert hatten, dass Unbefugte den Spielplatz als Abkürzung benutzen und dabei verschmutzen.

Sicherlich sei ein stabiler Zaun angesichts der Haushaltslage der Stadt eine „Kostenfrage“, „aber auch die kleinsten Kinder in Halver brauchen ein bisschen Ruhe und Frieden“, so Kastner, und niemanden, „der ihnen dauernd durch den Sandkasten läuft“.

Dem Schülerverkehr, der „in großen Massen quer über den Spielplatz“ laufe, um zum Busbahnhof zu gelangen, müsse man „den Fußweg als beste Lösung anbieten“ – eben, indem ein stabiler Zaun keine Alternativen zur Nutzung des Pestalozziweges ließe, auch wenn, so Kastner, „keine Fort-Knox-Anlage aufgebaut werden“ solle.

Wunschlösung kaum finanzierbar

Angesichts der Tatsache, dass Schüler Umwege als unbequem empfänden und auch Erwachsene in der Regel die Diagonale als kürzesten Weg sähen, komme man allerdings in gewisser Weise „nicht umhin, ein bisschen Fort Knox zu bauen“, gerade nachdem der extra mit Holz-Querriegeln verstärkte Maschendrahtzaun gleich wieder „sabotiert“ worden sei, meinte Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen.

„Und aus Erfahrung wissen wir, dass gern Unfug getrieben wird, wenn’s dunkler wird. Ein einbetonierter Stahlzaun von 1,40 bis 1,60 Meter Höhe müsste es also eigentlich schon sein“, beschrieb Engel die Wunschlösung, die bei allen Anwesenden auf Zustimmung traf. Allein die Frage danach, wie man die mit dieser Variante verbundenen Kosten schultern könnte, hinterließ Ratlosigkeit. Fazit: Für „festere, stabilere Lösungen“ brauche die Stadt „mehr Zeit“. Immerhin erhielt der Ausschuss die Zusage der Verwaltung, das Anliegen „auf jeden Fall im Auge zu behalten“, wie Engel betonte. „Ich werde mir alles vor Ort anschauen.“

Von Simone Mylonas