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Bürgermeistersprechstunde mal ganz anders – Vertreter der Ratsfraktionen mit am Tisch

Bürgermeistersprechstunde mal ganz anders – Vertreter der Ratsfraktionen mit am Tisch

Am Freitagabend fand im Bürgerhaus in Oberbrügge die übliche und regelmässige Sprechstunde des Bürgermeisters mal ganz anders statt. So waren die ehrenamtlichen Vertreter der Ratsfraktionen zusätzlich mit eingeladen und standen den anwesenden Bürgern auch für Fragen zur Verfügung. Erschienen waren aus der Bürgerschaft eine Dame aus Oberbrügge und zwei Mitglieder der Interessengemeinschaft Oberbrügge -Ehringhausen. Diese hatten eine vorgefertigte Liste mit “Baustellen” mitgebracht. Zuvor war die Liste an die Landtagskandidaten von CDU und SPD verteilt worden.

So wurden von Bürgermeister Michael Brosch die aufgeführten Dinge der Liste nacheinander angesprochen. Auffällig war hierbei, dass es sich häufig um in der Verwaltung und Politik bekannte Problemfelder handelte, die erneut ins Gespräch gebracht werden sollten. Als Beispiel hierfür ist etwa das Neubaugebiet Schmittenkamp oder die fehlende Einkaufsmöglichkeit im Nahbereich zu nennen. Einige der Punkte waren bereits auf dem normalen Weg, also über die jeweiligen Fachausschüsse, an die Fachbereichsleiter, in Form von Anfragen, gestellt worden. Im Fachausschuss für öffentliche Einrichtungen hatten beispielsweise Ausschussmitglieder auf den fehlenden Spiegel Bergstr./B54 und das fehlende Buswartehaus hingewiesen.

Die Wartehäuser für die Bushaltestelle 134 sind von der Verwaltung bestellt und bisher nur noch nicht vom Hersteller geliefert worden. Natürlich werden diese, sobald sie verfügbar sind, auch aufgestellt.

Bei anderen Dingen auf der Liste erscheint auch der direkte Weg an die Verwaltung per Telefon sinnvoll. Ein “defektes Geländer” oder eine “Schmuddelecke” sowie ein nicht geräumter Gehweg können vom Ordnungsamt entweder direkt bearbeitet werden oder an die zuständigen Stellen des Kreises weitergeleitet werden. Einige Dinge, wie z.B. der durchaus unterschiedliche Zustand der Spielplätze, sind nicht nur im Ortsteil Oberbrügge-Ehringhausen, sondern im ganzen Stadtgebiet zu beleuchten. Hierzu hat der Rat der Stadt der Gründung eines Arbeitskreises zugestimmt, der bereits in der nächsten Sitzungperiode auf den Weg gebracht werden soll.

So war es auch die anwesende Bürgerin, die sich mit dem Wunsch der Einrichtung einer öffentlichen Toilette an den Bürgermeister wandte. Dieser hatte auch an anderen Orten im Stadtgebiet solche Anliegen gehört und erklärte, warum die Einrichtung und vor allem die attraktive Erhaltung kaum stemmbar ist. Nur dort, wo evtl. Gastronomen den Schlüssel aufbewahren oder andere Menschen die Örtlichkeit vor Vandalismus und Verschmutzung bewahren, macht die Einrichtung Sinn. So ist es etwa das Tortenatelier, welches den Schlüssel für die öffentliche Toilette am Busbahnhof aufbewahrt. Auch die Geschäfte und Lokale in der Innenstadt weisen normal keine Bürger auf Nachfrage ab, erklärte der Bürgermeister. Eine Lösung für Oberbrügge könnte evtl. der sich neu gründende Dorfladen sein.

Nachdem alle Punkte auf der Liste angesprochen waren, sprach Michael Brosch auch mal den normalen Ablauf eine Bürgermeistersprechstunde ohne Presseanwesenheit an.

“Da kommen in der Regel 10-15  einzelne Bürger, die teilweise sehr persönliche Probleme bei mir ansprechen möchten. Manchmal möchten sie auch nur mich, als Mensch, kennenlernen und den direkten Draht zum Gespräch nutzen. Einzelne Fragen und Hinweise geben, wo ihnen der richtige Ansprechpartner in der Verwaltung nicht bekannt ist” sagte Michael Brosch.

Es darf, mit Blick hierauf, schon die Frage gestellt werden, ob die beiden Vertreter der IG Oberbrügge-Ehringhausen nicht besser ihre Liste im Rahmen eines Gesprächstermins im Rathaus, mit dem Bürgermeister und Verwaltungsfachleuten, erörtert hätten.

Unabhängig davon ist ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Aktiven der Interessengemeinschaft Oberbrügge-Ehringhausen an dieser Stelle zu nennen. Mit viel Einsatz werden von Vertretern der IG die Interessen der Ortsteile Oberbrügge und Ehringhausen immer neu ins Gespräch gebracht und an die kommunale Politik weitergeben. Dies sollte als ein “Miteinander” verstanden werden und auch positive Veränderungen innerhalb der Ortsteile sollten Erwähnung finden. So wurden für Kita und Schule Lösungen gefunden und auch mit dem Dorfladen ist Oberbrügge auf einem guten Weg. Für einen weiteren Gedankenaustausch steht die SPD in Ortsverein und Fraktion ausdrücklich gerne zur Verfügung.

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Bericht des AA vom 6.2. mit freundlicher Genehmigung

Bürgermeister OB